Dr. Schmitz & Partner – Hauspostille - Schlaglichter aus dem Leben der Berliner Strafverteidiger und Berichtenswertes aus Sicht eines Anwaltes

Berliner Polizei wird in Zukunft die Berliner tasern…

Blackhahn down…anstatt sie im Fall der Fälle anzuschießen.

Dies ist sinngemäß der Pressemitteilung des Polizeipräsidenten in Berlin vom 31.08.2016 zu entnehmen.

Die Beamten der Abschnitte 32 und 53 – zuständig u.a. in Mitte und Kreuzberg – sollen versuchsweise mit Tasern ausgerüstet werden. Der Gebrauch der sog. Distanz-Elektroimpulsgeräte darf nur unter den Vorraussetzungen erfolgen, die für den Gebrauch einer Schusswaffe erforderlich wären.

Die Funktion der neuen Waffen ist leicht erklärt: Sie schießt an zwei isolierten Drähten befestigte Projektile mit Widerhaken auf den Angreifer. Die Projektile verhaken sich in der Kleidung bzw. Haut des Betroffenen. Dadurch ist dann ein elektrischer Kreis geschlossen. Es fließt dann ein elektrischer Strom, der den Betroffenen außer Gefecht setzt.

Bzzzzzz…Brutzel…

Kategorie: Allgemein Geschrieben: Mittwoch, 07.09.2016 um 09:00 von | Comments (3)

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3 Kommentare

  1. Reaktion von ich:

    Taser? Sind das nicht die Dinger, die bis 2008 erlaubnisfrei erworben und besessen (jedoch nur mit „echtem“ Waffenschein geführt) werden durften, die aber 2008 wegen erwiesener erheblicher Gesundheitsrisiken als zur Verteidigung ungeeignet eingestuft und auf die Liste der Verbotenen Gegenstände gesetzt wurden?

    7. September 2016 @ 10:16
  2. Reaktion von RA Hahn:

    Ja, genau die. Ob das Verbot aber nur wegen erheblicher Gesundheitsrisiken Gesetz wurde, möchte ich nicht unterschreiben. Es dürften auch politische Motive dahintergesteckt haben. Aber ich habe die Gesetzesbegründung auch nicht im Kopf. Kurzes Stichwort: Gewaltmonopol des Staates 😉

    7. September 2016 @ 11:28
  3. Reaktion von ich:

    Nach meiner Erinnerung gab es im Vorfeld des Verbotes mehrere Medienberichte über Todesfälle in USA nach exzessivem polizeilichem Taser-Einsatz gegen herz(muskel)geschädigte „Delinquenten“, welche letzten Endes den Ausschlag für das Verbot gegeben haben sollen.

    7. September 2016 @ 13:38
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